Über den Höhenweg und den Brander Wald nach Kornelimünster
Die STERNROUTE -6- führt von Verlautenheide über den Höhenweg zuerst nach Brand. Auf der gesamten Strecke haben Sie eine wunderbare Aussicht über ganz Aachen, das im Talkessel unter Ihnen liegt. Dann erreichen Sie über den Brander Wald das Naturschutzgebiet Indetal. Im Weiteren sehen Sie die Überreste eines Kalkofens. Hinter dem Ofen sind auch noch Reste der Steinbrüche zu erkennen, in denen die Steine abgebaut wurden, die hier zu Kalk gebrannt und als Düngemittel oder für Mörtel genutzt wurden. Dahinter besuchen Sie die Kapelle „Maria im Schnee“, eine Einsiedelei (Klause) aus dem 17ten Jahrhundert. Nach dem Abstieg zur Inde erreichen Sie über den Indeuferweg den Ort Kornelimünster.
Kurzbeschreibung





Kornelimünster→Verlautenheide


→ Hansemannplatz umsteigen




Verlautenheide→Kornelimünster




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Sie starten auf dem kleinen Platz (Brunnen) an der Sparkasse und gehen in die „Kahlgrachtstraße" und biegen rechts ab in die Straße „Im Hesselter".
Auf diesem kleinen Hügel besteht die Möglichkeit, über die ganze Stadt Aachen hinwegzuschauen bis in den Aachener Wald.
Es gab vor 150 Jahren einige Bergwerke in diesem Gebiet. Gefördert wurde zum Beispiel am hiesigen Herrenberg sowohl oberirdisch als auch unterirdisch das Mineral Galmei, das Zink enthält. Eine Schautafel informiert detailliert über den Bergbau im Gebiet Eilendorf. Die Reste der Anlagen liegen im nahegelegenen Wäldchen.
Sie erreichen den Brander Wald. Der Truppenübungsplatz, der am Wochenende für Wanderungen genutzt werden kann, ist das größte Aachener Naturschutzgebiet. Insbesondere die Heiden und Wiesen sind von besonderer Bedeutung, da aufgrund der Bodenbeschaffenheit hier Pflanzen wie das Galmeiveilchen anzutreffen sind.
Sie erreichen die Indeauen, die als Naturschutzgebiet ausgewiesen sind. Im Frühjahr blühen hier viele feuchtigkeitsliebende Pflanzen. Mit etwas Glück sind Reiher und andere Vögel der Feuchtgebiete zu beobachten. Hier steht auch die Komericher Mühle, die seit ihrer ersten Erwähnung im 16. Jahrhundert von mehreren Besitzern in unterschiedlichen Funktionen genutzt wurde. Sie ist eine von ehemals 21 Mühlen im Naturschutzgebiet Indetal.
Der Kalkofen, den Sie hier sehen, ist ein Überbleibsel aus der Zeit, als im Münsterländchen an vielen Stellen Kalk gebrannt wurde, der dann als Düngemittel und für Mörtel genutzt wurde. Hinter dem Ofen im Wald sind noch Reste der Steinbrüche zu erkennen, in denen die Steine abgebaut wurden, aus denen der Kalk gebrannt wurde.
Sie sind nun im Klauser Wäldchen. Hier säumen sehr alte hohe Buchenbestände den Weg. Rechts neben dem Weg befinden sich sieben Bildstöcke. Sie zeigen Darstellungen der „Sieben Schmerzen Mariens" und führen in Richtung der Kapelle.
Am Ende dieses Weges erreichen Sie die ehemalige Einsiedelei mit der Kapelle „Maria im Schnee" (Maria ad nives). Der kleine weißgeschlämmte Bruchsteinbau zeigt im Keilstein über dem rundbogigen Eingangsportal ein Wappen und die Inschrift »Frère ? Toma Larondel, Eremit Anno 1658«. Im frühen Mittelalter umgab man ein Kloster mit mehreren kleinen Kirchenbauten, so dass eine „Kirchenfamilie" entstand. Die ehemalige Benediktinerabtei Kornelimünster, zu deren Kirchenfamilie die Kapelle gehört, ist von der Kapelle aus sichtbar.
Direkt neben der Kapelle stehen am Abhang einige Fundamentreste. Sie gehören zu den Fundamentsäulen eines im Jahr 1812 für Königin Hortense von Holland, eine Stieftochter und Schwägerin Napoleons, begonnenen Pavillons, der aber wegen des Endes der napoleonischen Herrschaft nicht vollendet wurde.
Vor der Brücke sehen Sie gewaltige Felsen aus dem Oberdevon. Aus diesen Steinen wurde nicht nur Kalk hergestellt. Sie wurden auch als Baumaterial für die Gebäude von Kornelimünster genutzt.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Inde werden nun die Gebäude der ehemaligen Tuchfabrik Rohland sichtbar, die heute als Gewerbe- und Wohnfläche genutzt werden.
Sie erreichen das Zentrum von Kornelimünster. Hier gibt es verschiedene Einkehrmöglichkeiten.